Paradiessucher von Rena Dumont

Lenka ist 17 und träumt davon, in den Westen zu gehen. Sie hat genug vom sozialistischen Leben in der böhmischen Kleinstadt. Als sie und ihre Mutter endlich ein Visum für zwei Wochen Deutschlandurlaub bekommen, ist klar: Sie werden nicht mehr zurückgehen. Doch erst jetzt merken sie, wie schwer es ist, die Heimat, alle Freunde und Verwandten zurückzulassen. Und Pavel, die erste Liebe. Doch auch das fremde Land macht es einem nicht leicht. Das soll es also sein, das lang ersehnte Paradies?

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Ein Kommentar zu “Paradiessucher von Rena Dumont

  1. AutorInn: Rena Dumont
    Verlag: Hanser
    Seitenanzahl: 303
    Jugendroman

    Lenka ist 17 Jahre alt, voller Pläne, voller Energie und sie kann es kaum erwarten die Welt mit ihrem Schauspieltalent zu erobern.
    Ihre Träume sind groß, ja sie würden sogar den dramatischen Künstler Shakespeare beeindrucken.
    Sie will mit ihrer Mutter eine kommunistische tschechische Kleinstadt im Jahre 1986 verlassen, um nach Deutschland zu emigrieren.
    Sie würden aber nicht nur die Kleinstadt verlassen, sondern auch ihre Verwandten, Freunde, vor allem Pavel, der Linkas erste große Liebe war und alles, was ihnen bis jetzt bekannt war.
    Shakespeare hat einmal gesagt:“Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage!“, und genau das sagte sich Lenka, als sie den Rücken zu ihrer sicheren Welt kehrte, um sich in eine neue, von ihr heiß begehrte Welt zu stürzen.
    Alles was sie über den „Westen“ wusste, kannte sie bloß aus Erzählungen und Gelesenem, jedoch war sie fest davon überzeugt, dass der „Westen“ wie ein Paradies auf Erden sein sollte. Sein sollte……
    Nach den ersten Wochen, die Lenka mit ihrer Mutter in der Freiheit verbrachte, traf sie die bittere Wahrheit.
    Es kam alles anders als sie es sich erwartet hatte, doch sie biss die Zähnen zusammen und entschloss sich durchzuhalten, bis alles überstanden wäre.

    Man findet selten ein Buch, welches so mitreißend ein aktuelles Thema behandelt wie dieses: Emigration. Obwohl die Autorin über ein manchmal schwieriges Thema schrieb, gelang es ihr, es in einer humorvollen Weise zu tun.
    Von den ersten bis zu den letzten Seiten hatte ich Spaß am Lesen. Jede Situation war so gut beschrieben, dass man als Leser immer mitgelacht oder mitgeweint hat.
    Jetzt kann ich besser die Menschen verstehen, die ihr Land verlassen, weil es ihnen so schlecht geht und sie keine andere Möglichkeit haben. Das Buch von Rena Dumont hat mir viele meiner Vorurteile gegenüber „Ausländern“ genommen. Jetzt sehe ich in ihnen Menschen und sonst nichts!
    Ich kann nicht anders, als dieses Buch zu empfehlen. 🙂

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