Persepolis (1) von Marjane Satrapi

1979 fand im Iran die islamische Revolution statt. „Seither“, so schreibt Marjane Satrapi, „wird diese traditionsreiche Zivilisation fast ausschließlich mit Fundamentalismus, Fanatismus und Terrorismus in Verbindung gebracht. Als Iranerin, die mehr als ihr halbes Leben im Iran verbracht hat, weiß ich, dass dieses Bild falsch ist. Darum war es so wichtig für mich, >Persepolis< zu schreiben. Ich glaube, dass man eine ganze Nation nicht aufgrund der Fehler einer extremistischen Minderheit verurteilen darf. Ich will auch nicht, dass jene Iranerinnen und Iraner vergessen werden, die für die Freiheit gekämpft haben und im Gefängnis gestorben sind, die ihr Leben im Krieg gegen den Irak verloren und unter den verschiedenen repressiven Systemen gelitten haben oder gezwungen waren zu fliehen. Man kann vergeben, aber man soll niemals vergessen.“

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Ein Kommentar zu “Persepolis (1) von Marjane Satrapi

  1. Das Buch „Persepolis“ wurde geschrieben von einer iranisch-französischen Comiczeichnerin Marjane Satrapi.
    Kurz über die Schriftstellerin:
    Marjane Satrapi wurde am 22. November 1969 in der Hauptstadt Rasch der iranischen Provinz Gilän geboren. Sie ist eine Urenkelin des iranischen Königs Näser ad-Din Schäh, der im 19. Jahrhundert im Iran herrschte. Satrapi wurde durch ihr Buch „Persepolis“ berühmt.
    Im Jahr 1979 fand im Iran die islamische Revolution statt. In dem Buch „Persepolis“ beschreibt sie die politische Lage und die Wirkung der Islamischen Revolution im Iran aus ihrer eigenen Sicht und Erlebnisse, die sie in ihrer Kindheit erlebte. Sie beschreibt auch die unmoralischen, grausamen und manchmal sogar brutalen Lebensbedingungen der Menschen im Iran. Durch die politischen Intrigen und Manipulationen wird die iranische Bevölkerung in zwei Gruppen geteilt: „ pro“ und „ contra“.
    Als Kind war die Satrapi sehr neugierig und klug. Sie interessierte sich schon immer für Politik und las viele Bücher darüber. Sie war so religiös, dass sie mit 6 Jahren die letzte moslemische Prophetin werden wollte, aber nach der islamischen Revolution wurde Satrapi von ihrer Religion enttäuscht, weil alles im Gegensatz zu ihrer moralischen und religiösen Überzeugung entsprach. In dieser Zeit wurden die Schulen in Mädchen und Jungen geteilt. Das Kopftuch wurde verpflichtend. Alle ausländischen Waren, sowie Alkohol, Musik, Bücher, Filme usw. wurden verboten. Alle in ihrer Familie waren Kommunisten und akzeptierten die Islamisierung des Landes nicht. Ihr Vater war ein Fotograf und besuchte mit seiner Frau alle Demonstrationen. Nachdem die Regierung beschlossen hat, die Demonstranten mit Gewalt zu unterdrücken, besuchten ihre Eltern keine Demonstrationen mehr. Als der Krieg mit dem Irak begann, wurde die Stadt viel ärmer. Die Menschen wurden noch brutaler und aggressiver. Menschen ohne Ausbildung sowie Putzer, Security, Bäcker usw. wurden zu Hochangestellten. Viele junge Männer, sowie 15 und 16 Jährige wurden Soldaten. Es gab keine Gerechtigkeit mehr. Die Eltern von Satrapi hielten es nicht mehr aus. Sie wollten ein besseres Leben für ihre Tochter anbieten. Auf diesen Grund haben sie Satrapi allein nach Europa geschickt.
    Ich habe dieses Buch sehr interessant gefunden. Man kann gut sehen, wie dumm und gefährlich die ungebildeten Menschen, die keine Lebens- und moralischen Werte einschätzen können, werden können. Man sieht auch, wie leicht es ist, solche Menschen zu manipulieren. Wie bereits erwähnt, Aggression kann nur weitere Aggression verursachen. Was mir in diesem Buch nicht gefallen hat, dass Satrapi in ihrem Buch auf ihre Religion verzichtet. Obwohl sie, noch als Kind, sehr religiös war und sogar davon träumte eine Prophetin zu werden. Wenn sie wirklich so religiös wäre, wie sie es in ihrem Buch beschreibt, würde sie den Kern des Islams nachzuvollziehen versuchen.

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