Chucks von Cornelia Travnicek

Mae trägt kämpferische Locken und Jeans, die mehr aus Loch denn Stoff bestehen. Ihr Leben ist wild und bunt, sie ernährt sich von Dosenbier und kennt sich aus mit Molekülen und Metaphysik, mit dem Leben, dem Tod und wie man das Vergessen angeht.

„Wenn ich mit einer Figur der zeitgenössischen Literatur in einem Lift stecken bleiben möchte, dann mit Mae. Ob ich heil aus dem Lift kommen würde, weiß ich nicht, aber das wär’s wert.“ Clemens J. Setz

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9 Kommentare zu “Chucks von Cornelia Travnicek

  1. Buchkritik Chucks – Cornelia Travnicek

    Die junge Mae Reimer aus Wien hat für ihr Alter schon sehr viel erlebt. Als sie 10 Jahre alt ist, stirbt ihr 3 Jahre älterer Bruder an Leukämie. Die ganze Familie zerbricht daran, Vater und Mutter lassen sich scheiden und Mae lebt teilweise auf der Straße mit ihrer drogensüchtigen Punk-Freundin Tamara. Es scheint, als wäre Mae nie über den Tod ihres geliebten Bruders hinweggekommen. Das einzige was ihr von ihrem Bruder geblieben ist, sind seine roten Chucks. Als sie den jungen Architekten Jakob kennenlernt zieht sie kurzentschlossen zu ihm. Er war ein bodenständiger Mann, der gerne Luftschlösser baute. Mae muss in einer Aids-Hilfe Einrichtung arbeiten, um dort ihre Sozialstunden ab zu leisten, die sie aufgrund einer Anzeige wegen Körperverletzung bekommen hat. Dort lernt sie Paul kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Was bei Jakob nur noch Alltag war, ist bei Paul Tag für Tag neu und aufregend. Er lebt jeden Tag als wäre es sein letzter, denn Paul hat AIDS. Als er stirbt ist sie todunglücklich, alles was sie an ihn erinnert hebt sie in Plastikdosen auf. Sie fühlt sich so alleine, dass sie beginnt, wieder Kontakt mit Jakob aufzunehmen. Nach einer Weile kommen sie sich wieder näher.

    Ich finde, dass der Roman von Cornelia Travnicek sehr kompliziert geschrieben ist, da einem die Geschichte durch zahlreiche Rückblenden und manche Handlungen erst im Nachhinein logisch erscheint. Außerdem sind die ständigen Wechsel zwischen den verschiedenen Zeitebenen anfangs etwas verwirrend.
    Trotz des ernsten und tiefgründingen Themas des Buches, schaffte es die Autorin, einen Roman, mit manch sehr lustigen Stellen, daraus zu machen.
    Und da die Geschichte in Wien spielt, und ich einige der genannten Plätze und Straßen kenne, konnte ich mich leichter in das Buch hineinversetzen.
    Im Großen und Ganzen fand ich das Buch sehr interessant und gefühlvoll. Jedoch ist es eine große Herausforderung für die, die es gewohnt sind, eher leichtere Bücher zu lesen.

  2. Rezension – Chucks

    Das Buch „Chucks“ handelt von einem jungen Mädchen, namens Mae. Sie hat in ihrem Leben schon sehr viel miterleben müssen, weil ihr Bruder an Leukämie gestorben ist, als sie 10 Jahre alt war und seitdem ihre ganze Familie auseinander gebrochen ist. Das einzige, dass sie von ihrem kleinen Bruder noch hat sind ein Paar rote Chucks.
    Seitdem lebt sie größtenteils auf der Straße mit ihrer Freundin, einem jungen Mädchen, namens Tamara. Hauptsächlich nehmen die beiden Drogen, rauchen oder trinken Bier. Jedoch kennen sich die Beiden sehr gut in der Physik aus.
    Während sie eine Beziehung mit dem jungen Mann namens Jakob hatte, bekam sie eine Anzeige wegen Körperverletzung. Um ihre Sozialstunden abzuarbeiten, musste sie in einem Aids-Hilfe Haus arbeiten.
    Dort lernte sie den kranken Paul kennen. Sie weiß von Anfang an, dass er Krebs hat, geht jedoch eine Beziehung mit ihm ein, weil sie sich Hals über Kopf in ihn verliebte.
    Sie blieben bis zu seinem Tod glücklich zusammen, danach war sie jedoch sehr unglücklich.
    Da ihr Leben weitergehen muss, kommen Jakob und sie sich mit der Zeit wieder näher.

    Ich finde, dass das Buch im großen und ganzen eigentlich sehr gut war. Das einzige, dass mich sehr gestört hat war dass die Szenen sehr viel herumspringen und man nie so genau weiß wo wer gerade ist.
    Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, da es sehr detailliert und berührend geschrieben wurde und man sich in jede Situation gut hineinversetzen kann.

  3. Rezension – Chucks

    Mae verliert schon in jungen Jahren ihren älteren Bruder, welcher an Leukämie stirbt. Zurückgelassen hat er ihr seine Chucks, die sie fortan jeden Tag trägt. Durch den Tod ihres Bruders leidet die ganze Familie, Vater und Mutter lassen sich schließlich scheiden. Mae lebt dann bei ihrer Mutter, entfremdet sich aber immer mehr und mehr von dieser. Eines Tages trifft sie dann Mara auf der Straße, die Mae um Geld anbettelt. Schnell freunden sich die beiden an und Mae taucht für eine Weile in die Szene von Mara ein. Diese besteht aus Zigaretten, Drogen und das Leben auf der Straße. Mae schmeißt sogar die Schule, komplett rutscht sie allerdings nie ab, da sie sich von harten Drogen fernhält. Ihre Zeit mit Mara endet schließlich als sie Jakob, einen bodenständigen Architekten, kennenlernt, der das absolute Gegenteil von ihr zu sein scheint. In einer Aids-Hilfseinrichtung trifft sie dann Paul, der an Aids leidet. Sie verliebt sich in Paul, da sie von ihm fasziniert ist. Paul lebt nämlich jeden Tag als sei es sein letzter.

    Das Buch ist von der Idee sehr gut, da es sich mit ernsten Themen auseinandersetzt wie den Verlust von geliebten Menschen, Aids-Kranken und Drogenkonsum. Mae geht mit diesen Themen untypisch um, beispielsweise bei der Beerdigung ihres Bruders fühlt sie lediglich Langeweile anstatt Trauer und das macht sie als Protagonistin so interessant. Allerdings finde ich auch, dass das Buch nicht sein komplettes Potenzial ausschöpft, da zwar das Heranwachsen von Mae einen emotional mitfühlen lässt, wenn es teilweise durch die seltsamen Zeitsprünge auch recht verwirrend war, aber Paul dagegen wirkt, was diesen Punkt angeht, leblos, da man zu wenig über seine Gedanken bzw. seine Gefühle erfährt. Trotzdem kann ich jedem dieses Buch nur empfehlen, da es einfach mal etwas anderes ist.

  4. Buchrezension Chucks

    Das Buch „Chucks“ handelt von einem Mädchen namens Mae, welches obwohl sie noch sehr jung ist, einiges durchleben musste. Als sie zehn Jahre alt war, muss sie miterleben, wie ihr drei Jahre älterer Bruder seiner Krankheit, Leukämie, erlag. Er hinterließ ihr seine geliebten Chucks, rot wie die Farbe der Liebe, doch für Mae reichte schon der Gedanke, dass es die ihres Bruders waren. Mae stand ihrem geliebten Bruder sehr nahe und deshalb zerbricht die ganze Familie daran. Das junge Mädchen hält es zu Hause nicht mehr aus und lebt auf Grund dessen, teilweise mit ihrer drogenabhängigen Freundin Tamara, auf der Straße. Als sie Jakob kennen lernt, ändert sich ihr Leben von Grund auf, denn plötzlich bekommt sie ihr Leben wieder auf die Reihe, alles scheint wieder in geordneteren Bahnen zu verlaufen. Jakob ist ein sehr bodenständiger Mann, mit dem Mae jeden Tag aufs Neue Luftschlösser bauen und ihr Glück leben konnte. Das Einzige, das sie noch an ihr altes Leben fesselt, sind die Sozialstunden, welche sie wegen Körperverletzung in ihrer Zeit mit Tamara, aufgebrummt bekommen hatte. Anfangs ist es der blanke Horror für sie, denn Mae muss diese in einer Aids-Hilfe-Einrichtung abarbeiten, doch als dort eines Tages Paul in ihr Leben tritt, ändert sich ihre Ansicht von einem auf den anderen Moment. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Paul verändert alles an ihrem mittlerweile langweiligen Leben mit Jakob, denn er lebt auf Grund seiner Krankheit, jeden Tag als wäre es sein letzter. Er leidet an Aids. Die junge Frau trennt sich schließlich von Jakob und verbringt eine wunderschöne, unvergessliche Zeit mit Paul. Als es immer schlechter um ihn steht, besucht sie ihn täglich im Krankenhaus, bis er letztendlich doch der unheilbaren Krankheit erliegt. Am Ende des Buches baut sich die Beziehung zwischen Mae und Jakob wieder auf, und wer weiß was ihr das Leben ihr noch bringen wird.

    Meiner Meinung nach ist dieser Roman sehr gut geschrieben, doch ist es teilweise etwas verwirrend, da die eigentliche Geschichte durch zahlreiche Rückblenden immer wieder unterbrochen wird. Mir persönlich gefällt Cornelia Travnicek’s Schreibstil gut, es ist anders einmal ein deutsches Buch zu lesen, als immer nur vom Englischen ins Deutsche übersetzte Werke. Da es in dem Buch um ein sehr dramatisches Thema geht, nämlich den Tod und auch dem Weg zum Tod, finde ich es von Vorteil, dass immer wieder ein paar amüsantere Szenen in dem Buch vorkommen und die Tragik wieder ein wenig auflockern. Da das Buch in Wien spielt, war es leichter für mich in das Buch hinein zu versetzen, da man die Orte immer genau vor Augen hat. Im Großen und Ganzen finde ich das Buch der Jungautorin sehr gelungen.

  5. Das Buch „Chucks“ wurde von der 26-Jährigen Schriftstellerin Cornelia Travnicek verfasst. Es handelt von der Geschichte einer jungen Teenagerin, Mae, die nach dem Tod ihres Bruders ständig seine roten Chucks trägt. Ihre Eltern trennen sich, und in ihrer Einsamkeit und Verzweiflug läuft sie von zu Hause weg. Sie fängt an Kontakte zur Drogenszene zu knüpfen und beginnt ihr Leben auf der Straße, bis sie ihren Freund Jakob kennenlernt und zu ihm zieht. Als sie im Aids-Hilfe-Haus eine Strafe abarbeiten muss, lernt sie den aidskranken Paul kennen und verlässt ihren Freund, da sie sich von dem spontanen und abenteuerlustigen Paul angezogen fühlt. Sie mag seine Art, jeden Tag so zu Leben, als wäre es der Letzte. Als Paul stirbt, kommt sie wieder mit Jakob zusammen.

    Die Autorin hat einen besondere Art zu schreiben. Es ist eine freche und bildhafte Literatur, die in kurzen Sätzen auf den Punkt gebracht wird.
    Die Geschichte von „Chucks“ spielt sich in Wien ab. Travnicek nennt bekannte Orte wie zum Beispiel den Stephansplatz oder den Augarten, daher ist es umso spannender und effektiver. Außerdem wohne ich genau neben dem Augarten, deswegen fand ich es umso interessanter.

    Mae ist eine intelligente und wissensdurstige Person, die sehr gern Risiken eingeht. Das mag ich. Allerdings hat sie auch einen kleinen „Tick“, finde ich. Wie als sie die Haare, Nägel, Spermien etc. ihres Freundes Paul gesammelt hat, weil sie befürchtete, dass er bald sterben wird.
    Im Großen und Ganzen finde ich das Buch spannend und total interessant. Ich könnte sogar meinen, das erste Literaturbuch, dass sich ein Teenager sogar freiwillig durchlesen würde. Außerdem finde ich Cornelia Travnicek (insbesondere ihre Haare) toll.

  6. Rezension zu dem Buch „Chucks“
    Im Buch „Chucks“, geschrieben von Cornelia Travnicek, geht es um ein Mädchen, das durch schlechte Einflüsse für kurze Zeit in die Punk-Szene gelangt. Man erfährt, wie dieses Mädchen Mae sich verliebt. Sie verliebt sich nämlich in einen AIDS-Kranken Jungen namens Paul. Mae lernt ihn kennen, indem sie durch eine Anzeige wegen Körperverletzung zu Sozialarbeiten in einem Aids-Hilfe-Haus verurteilt wird. Sie fängt an sich mit dem Tod zu beschäftigen, da sie in ihrem Leben bereits viele Erfahrungen damit gemacht hat, wie z.B.: der Tod ihres Bruders und das langsame Sterben von Paul.
    Cornelia schreibt sehr spannend, vor allem kurz und knapp, was ein sehr leichtes Lesen ermöglicht. Obwohl das Buch auch ein paar schräge Stellen hat, in denen wir uns wunderten, weshalb Mae so etwas macht, war es sehr unterhaltsam. Einige für unsere Verhältnisse merkwürdige Sachen waren z.B. als Mae die Luft aus Pauls Zimmer in einem Behälter festhält oder seine Fußnägel sowie sein Sperma aufhebt.
    Allerdings sind genau solche Stellen ziemlich unterhaltsam.
    Im Allgemeinen ist da Buch sehr zu empfehlen.

  7. Buchrezension zu dem Buch “Chucks“

    Das interessante Buch wurde von der Schriftstellerin Cornelia Travnicek geschrieben.

    Dieses Buch beschreibt ein Mädchen Namens Mae, die 10 Jahre alt ist und in einer schwierigen Situation steckt. Mae hatte einen Bruder, der schon mit 3 Jahren an Leukämie verstarb. Seit dem Verlust ihres Bruders trugt sie täglich seine roten Chucks. Von da an begann Maes Leben zu zerbrechen, denn ihre Eltern trennten sich in der schwierigen Zeit. Aus großer Verzweiflung flüchtete Mae eines Tages, sie begann ein Leben auf der Straße zu führen. Daraufhin geriet sie in die Drogensucht. Sie lebte solang auf der Straße bis sie ihren Freund Jakob kennen lernte und bei ihm einzog. Mae begann in einem Aids-Hilfe-Haus zu arbeiten, dort lernte sie einen netten Jungen Namens Paul kennen und verliebte sich darauf in ihn. Sie verließ Jakob und begann ein Leben mit dem kranken Paul aufzubauen. Paul wurde wegen seiner Krankheit in ein Krankenhaus eingewiesen und verstarb dort auch nach kurzer Zeit. Mae fühlte sich wieder ziemlich einsam und versuchte es am Ende doch noch einmal mit Jakob. Und so kam es doch noch zum glücklichen Ende für Mae.

    Meiner Meinung nach ist das Buch gut geschrieben, aber auch etwas verwirrend, denn manche Szenen überkreuzen sich. Da sich die Geschichte in Wien abspielt und Orte wie der Stephansplatz und der Augarten genannt werden, konnte ich mich ziemlich gut in die Lage hineinversetzen. Man erfährt viel auf einmal, zuerst der Verlust des kleinen Bruders, dann die Trennung der Eltern, daraufhin folgt der Drogenkonsum, der Verlust von Paul und anschließend doch die Liebe zu Jakob. So ergab die ganze Geschichte doch noch ein gutes Ende. Die Schreibart von der Autorin Cornelia Travnicek gefällt mir besonders gut, und ich muss wirklich zugeben, dass ich nicht gerne lese, dennoch hat mich das Buch sehr positiv überrascht und ich hab es mit Freude gelesen. Ich würde den Jugendroman jedem weiterempfehlen!

  8. AutorInn: Cornelia Travnicek
    Verlag: DVA
    Seitenanzahl: 186
    Roman

    Mae kann den Krebstod ihres Bruders nicht überwinden und trägt täglich seine Chucks. Ihre Eltern können ebenfalls nicht den Verlust ihres ersten Sohnes überwinden und lassen sich voneinander trennen.
    Diese Trennung machte Mae zu einer selbständigen Jugendlichen, die durch Tamara influenziert zum Punk wird. Tamara ist ein Punk auf Wiens Straßen, der sich täglich aus Dosenbier und Metaphysik ernährt. Mea die keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat nimmt sich die lebensgezeichnete Tamara zum Vorbild und wird ihr Tag zu Tag immer ähnlicher, was das Aussehen und das Benehmen betrifft.
    Trotz ihrer Freundschaft zu den Punks und ihr etwas unveranwortliches Leben, lebt sie in einer Beziehung mit den ordentlichen Architekten Jakob, dessen Luftschlößern genau so planmäßig gestaltet werden wie alles in seinem Leben.
    Als Mea gezwungen ist im Aids Haus zu arbeiten, lernt sie dort den Aids-Kranken Paul kennen, in dem sie sich sofort verliebt.
    Nun lebt sie mit ihm jeden Tag so als wäre er ihr Letzter-

    Das Buch hat mich ehrlich etwas erschüttert. Es handelt um Themen mit denen ich mich noch nie im Leben konfrontiert sah. Das Buch war, obwohl der wenigen Seiten, ein echter Schock für mich.
    Das eine Familie aus Wien an so einer tragischen Sache scheitern kann, war mir bisher noch nie bewusst, weil Wien irgendwie nicht die richtige Stadt für solche tragischen Fälle in meinen Augen sein kann.
    Ich sah Punks immer als etwas schlechtes der Gesellschaft an, mir kam nie in den Sinn, dass diese „Punks“ einen guten Grund haben so zu sein wie sie sind.
    Ich danke Cornelia Travnicek für dieses wundervolle Buch, das absolut lesenswert ist!

  9. Pingback: Selber Schuld wenn man sich so etwas entgehen lässt. | FrauTravnicek am Land.

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